Geschrieben von Julia Kleine
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Beim gestrigen Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Hannover in der Göttinger Lokhalle standen die Themen „Digitalisierung“ und „Fachkräftesicherung" im Mittelpunkt. So sei die IHK gerade dabei, Inhalte der Berufsausbildungen an die digitalisierte Arbeitswelt anzupassen. Dabei werde es für die Unternehmen auch zunehmend schwerer, überhaupt geeignete Arbeitskräfte zu finden, erklärte Christian Hinsch, Präsident der IHK Hannover: „Das ist wirklich ein Riesenthema. Das ist, wenn wir Umfragen machen bei unseren Mitgliedern, deren Hauptsorge überhaupt. Die Wirtschaft hat Aufträge, aber in vielen Fällen keine fachlich geeigneten Mitarbeiter, um die Aufträge abzuarbeiten. Wir haben von jedem zweiten Unternehmen in unserer Mitgliedschaft die Rückmeldung, dass sie Schwierigkeiten haben Arbeitsplätze zu besetzen.“ Zudem forderte Hinsch von der Politik zügige und rechtssichere Genehmigungsverfahren. Diese seien ein wichtiger Standortfaktor für die Unternehmen. Für den Raum Südniedersachsen zog die Vizepräsidentin der IHK Hannover, Birgitt Witter-Wirsam trotz aller Herausforderungen ein positives Fazit. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen steige von Jahr zu Jahr und auch das Innovationspotenzial junger Existenzgründer sei von etablierten Unternehmen mittlerweile erkannt worden. Besonders im Bereich der Hochschulen könnten sich junge Impulsgeber unter anderem durch Einrichtungen wie den SüdNiedersachsenInnovationsCampus gut entfalten. Als wichtige Aufgabe für die Zukunft sieht Witter-Wirsam allerdings ein überzeugendes Regionalmarketing, das dazu beitragen soll Fachkräfte für die Region zu gewinnen und zu halten. Mehr als 600 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nahmen am IHK-Neujahrsempfang teil.

Rund 600 Gäste besuchten den Neujahrsempfang der IHK Hannover. (Bild: Julia Kleine)

Um das Thema Digitalisierung ging es auch beim Vortrag des Göttinger Polizeipräsidenten Uwe Lührig. (Bild: Julia Kleine)