Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Partei fordert Rücknahme der Strafbefehle gegen ehemalige Besetzer des Fritjof-Nansen-Hauses
Die Göttinger Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Partei hat gefordert die Strafbefehle gegen die ehemaligen Besetzer des Fritjof-Nansen-Hauses zurückzunehmen. Anfang Mai vergangenen Jahres hatte eine Vereinigung verschiedener Flüchtlingsinitiativen die leerstehenden Wohnräume des Nansen-Hauses vorübergehend besetzt. Die Besetzer demonstrierten damit gegen den geplanten Verkauf der Immobilie durch die Stadt Göttingen. Zugleich forderte die Initiative den leerstehenden Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Insbesondere kritisierten sie die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen in der Übergangsunterkunft Siekhöhe. Unterstützung erhielten die Besetzer unter anderem von den Jusos. Deren Vorsitzende Larissa Freudenberger lobte den friedlichen Charakter der Aktion. Dabei betonte sie, dass die Zustände in der Unterkunft Siekhöhe für die Jusos „nicht hinnehmbar“ seien. Mohan Ramaswamy von den Göttinger Piraten kritisiert, dass durch die Strafbefehle politisch aktive junge Menschen zu Straftätern gemacht würden. Für den 23. März ist eine Kundgebung zugunsten der Besetzer des Nansen-Hauses geplant.