Geschrieben von Johannes Meinecke
Datum:
Ein Wissenschaftlerteam der Universität Göttingen hat untersucht, inwiefern eigennützige Faktoren die Einkaufsabsicht von Verbrauchern beeinflussen. Diese Faktoren sind zum Beispiel der persönliche Nutzen, den Menschen empfinden, wenn sie Gutes tun. Immer mehr Produkte wären mit ethischen Siegeln wie Fair-Trade oder Bio versehen, denen Verbraucher positiv gegenüberstünden. Dennoch blieben die Verkaufszahlen dieser Produkte häufig niedrig, obwohl sie Vorteile für die Umwelt oder die Gesellschaft bieten würden. In der Praxis würde die Kaufentscheidung nur noch bei der Fair-Trade Schokolade von den Siegeln beeinflusst. Dabei scheint der Bekanntheitsgrad des Siegels ausschlaggebend. Obwohl die Verbraucher angaben, dass sie sich gut fühlten, wenn sie ihren CO₂-Fußabdruck reduzierten, führe dieses gute Gefühl nicht dazu, sich für das CO₂ -neutrale Produkt zu entscheiden. Die Forscher raten deshalb im Marketing für ethische Produkte dazu, den gesellschaftlichen Nutzen offensiver zu kommunizieren. Label könnten nur dann am Markt wirksam werden, wenn sie bekannt seien. Die heutige Flut vielfach unbekannter Label wäre dagegen kontraproduktiv.