Mit Seismometer unter Beteiligung Göttinger Forscher erstmals Marsbeben aufgezeichnet
Das an Bord der NASA-Landeeinheit InSight befindliche Seismometer SEIS, welches von Göttinger Forschern mitentwickelt wurde, hat möglicherweise das erste Marsbeben aufgezeichnet. Am 6. April konnte das Seismometer, dessen Nivelliersystem durch Göttinger Max-Planck-Forscher entwickelt und gebaut wurde, eine geringe Erschütterung erfassen. Ziel der Bemühungen ist die Erforschung des Planeteninneren. Anders als die Erde verfügt der Mars nur über eine tektonische Platte und es wird vermutet, dass das Abkühlen des Planeten die wenigen schwachen Beben auslöst. In den kommenden Wochen wollen die Forscher die Ursachen des Bebens genauer untersuchen. Dennoch stünde zu befürchten, dass das Beben zu schwach war, um belastbare Informationen zu gewinnen, so John-Robert Schulz, SEIS-Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Ulrich Christensen, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und ebenfalls Mitglied des SEIS-Teams hofft, in den kommenden Wochen und Monaten stärkere Beben mitzuerleben, schließlich stünde die Mission noch ganz am Anfang.