Geschrieben von Johannes Meinecke
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Göttinger Forscher der Universitätsmedizin (UMG) und des Deutschen Primatenzentrums - Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) haben das Auflösungsvermögen für Tonhöhen beim natürlichen und beim künstlichen Hören bestimmt. Dabei wurde die in Göttingen entwickelte Methode der optischen Anregung des Hörnervs durch Licht, mit natürlichem Hören und dem Hören mittels eines elektrischen Implantats verglichen. Die Wissenschaftler sammelten dabei Daten über die Nervenaktivität im Mittelhirn. Durch die künstliche Anregung der Hörbahn mittels Licht konnte dabei eine wesentlich höhere Auflösung als durch die Anregung mittels Strom ermöglicht werden. Bei niedriger Intensität der Anregungen war die Tonhöhenauflösung sogar vergleichbar mit dem natürlichen Hören. Diese Erkenntnisse könnten ermöglichen, das Hörvermögen von Schwerhörigen mit künftigen optischen Implantaten zu verbessern. Die vorklinische Studie wurde durch das Projekt „OptoHear“ des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert.

Rekonstruktion Innenohr mit Hörschnecke und Gleichgewichtsorganen (Bild: Uni Göttingen)