Stadt Göttingen und Werra-Meißner-Kreis: Nein zum Vorschlag der SuedLink-Trasse
Weil wichtige Belange nicht berücksichtigt worden sein sollen, haben sich die Stadt Göttingen und der Werra-Meißner-Kreis nun gegen den Vorschlag zur SuedLink-Trasse ausgesprochen. Ein gemeinsam beauftragtes Gutachten ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass der Netzbetreiber TenneT mit dem Vorhaben Aspekte wie beispielsweise die räumliche Nähe an die Ortsteile Esebeck, Elliehausen und Groß Ellershausen und somit deren räumliche Weiterentwicklung nicht genügend beachtet habe. Auch würde der Vorschlagstrassenkorridor durch Gebiete führen, die im Flächennutzungsplan als Wohnbauflächen gedacht sind. Stadtbaurat Thomas Dienberg warnt vor voreiligen Entscheidungen, die zulasten von Schutzgebieten gehen könnten. Auch der Eingriff ins Wasserschutzgebiet Gronespring sei nicht hinnehmbar, da dieses aufgrund zunehmender Trockenzeiten künftig noch mehr an Bedeutung für die Trinkwasserversorgung gewinnen könnte. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler verwies zudem darauf, dass im Westgebiet der Stadt die einzigen Möglichkeiten für die Schaffung weiterer Wohngebiete seien. Eine weitere Versorgungsleitung würde dies einschränken. Das Gutachten komme zu dem Schluss, dass der Vergleich der verschiedenen Alternativen überarbeitet werden sollte, um die konfliktärmste Variante zu finden. Bis zum 6. Juni können noch Einwendungen gegen den Vorschlagstrassenkorridor abgegeben werden. Kontaktdaten - Per Post: Bundesnetzagentur, Referat 804, Postfach 8001, 53105 Bonn; Betreff: Vorhaben 3, Abschnitt C; Elektronisch über ein Onlineformular auf der Homepage der Bundesnetzagentur, abrufbar unter www.netzausbau.de/_tools/Stellungnahmen/beteiligung3_4-c/node.html ; Per E-Mail: v3v4c@bnetza.de