Geschrieben von Anja Würfel
Datum:
Im Rahmen der Besprechungen zu den neuen Tarifmodellen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in den Landkreisen Göttingen, Holzminden und Northeim hat Landrätin Astrid Klinkert-Kittel für einen Sozialtarif und das Jugendfreizeitticket plädiert. Gestern wurde in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Verkehr in Northeim ein Gutachten vorgestellt, das durch den Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) erstellt wurde. Ziel der Maßnahmen ist eine Vereinfachung des bestehenden Tarifdschungels und deutlich günstigere Fahrpreise im ÖPNV. Für Bezieher von Sozialleistungen sollen in einem Sozialtarif vergünstigte Preise vorgesehen werden. Die Kosten für diese Gruppe könnten so um 72 Prozent gesenkt werden. Eine solche Rabattierung der Fahrpreise könne für etwa 279.000 zusätzliche Fahrten im Gebiet des ZVSN führen. Klinkert-Kittel weist darauf hin, dass so der Öffentliche Personennahverkehr für breitere Schichten der Bevölkerung geöffnet werden könne, wodurch man sich größere Teilhabechancen und positive Effekte für den Arbeitsmarkt verspreche. Das geforderte Jugendfreizeitticket soll ab 16 Uhr gelten und an Wochenenden sowie in den Ferien. Nach der Beratung im Ausschuss sollen nun ausgewählte Vorschläge hinsichtlich der Umsetzung bewertet und den Gremien erneut zur Abstimmung vorlegt werden. Die Finanzierbarkeit sei ein wesentlicher Punkt in der Berücksichtigung, weil allein das Sozialticket nach einer ersten groben Schätzung einen jährlichen Zuschussbedarf von rund 2,3 Millionen Euro umfasst.