Geschrieben von Johannes Meinecke
Datum:
Der Göttinger Beirat für Menschen mit Behinderung hat mit einem Antrag die Stadtverwaltung dazu aufgefordert, ein Konzept zur barrierefreien Einrichtung von Baustellen zu erarbeiten. In Göttingen sei kaum eine Baustelle barrierefrei gestaltet - dies sei in hohem Maße diskriminierend. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen seien beispielsweise an der Stadthalle gezwungen, die Baustelle auf der Straße zu umfahren. Die meisten Baustellen seien außerdem für Menschen mit Sehbehinderung ohne fremde Hilfe häufig nicht passierbar, so die Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderung, Alain Pierre und Matthias Toms. Mit entsprechender Baustellengestaltung sei dieses Problem jedoch lösbar. Es werde deshalb eine Richtlinie benötigt, die die Nutzung von Baustellen für alle Menschen sicherstelle, so Jonas Morgenroth, Vorsitzender des Beirats. Ein Vorbild für das Konzept könne das 2017 veröffentlichte Konzept der Stadt Freiburg sein.