Geschrieben von Anja Würfel
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Am vergangenen Samstag Nachmittag hat die „Seebrücke Göttingen“ mit einer Kundgebung und Mahnwache gegen die Kriminalisierung von Seenotrettern protestiert. Dazu versammelten sich vor dem Gänseliesel nach Angaben des Veranstalters bis zu 400 Menschen. In Redebeiträgen wurde das Schicksal der in Not geratenen Geflüchteten und deren Helfern dargestellt. Weiter wurde dazu aufgefordert gegen die europäische Politik der Abschottung mehr zivilgesellschaftliches Engagement zu entwickeln. Neben der „Seebrücke“ riefen weitere Gruppen wie das „Lampedusa Bündnis“, „Jugend rettet“ oder auch „Amnesty International“ dazu auf, Göttingen zu einem „sicheren Hafen“ zu machen. Dazu Enrico Boccaccini von der Seebrücke Göttingen: „Wir haben einen Forderungskatalog mit sieben Punkten. Der wichtigste ist, dass Göttingen über die normale Verteilungsquote hinaus Menschen aktiv direkt aus der Seenotrettung aufnimmt. Was auch eine wichtige Forderung ist, das sie diesem Bündnis „Sichere Häfen“ beitreten, was sich gegründet hat, vor ich glaube vor drei Wochen, um ein Zeichen zu senden an den Innenminister, dass er dann auch diese Übernahme von Geflüchteten von Rettungsbooten zulässt.“ Aktueller Hintergrund der Aktion war auch die Festnahme der Kapitänin Carola Rackete und die ihr angedrohten Haft- und Geldstrafen.

Seebrücke, Ortsgruppe Göttingen und Einbeck bei der Kundgebung mit Mahnwache am Gänseliesel (Bild: Anja Würfel)