Geschrieben von Johannes Meinecke
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Ein internationales Forscherteam unter Göttinger Leitung hat eine neuartige Methode zur Identifikation von Mustern in genetischen Daten entwickelt. Die Identifikation solcher Muster wird häufig zur Verbesserung des Verständnisses zugrundeliegender genetischer Prozesse genutzt. Das interdisziplinäre Forscherteam der Universitäten Göttingen, Mannheim, Michigan State und der TU München, haben unter Leitung von Henner Simianer von der Arbeitsgruppe Tierzucht und Haustiergenetik, sogenannte Haplotypenblöcke untersucht. Diese längeren Segmente können im Erbgut analytisch zusammengefasst werden, was die Komplexität der Datensätze für die Forscher erheblich vereinfacht. Die Blockstrukturen können in den verschiedensten Bereichen der quantitativen Genetik genutzt werden, so zum Beispiel in der Zuchtwertschätzung, der Auswahl von Tieren- und Pflanzenarten für die Zucht. Dadurch können höhere Erträge erzielt und gesündere Lebewesen mit stärkeren Resistenzen gegen Krankheiten aufgezogen werden. Im menschlichen Erbgut könnten durch die Methode besser Segmente erkannt werden, die mit Erbkrankheiten in Verbindung gebracht werden.