Geschrieben von Anja Würfel
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Ein Forscherteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Göttingen hat Reformpläne der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) analysiert. Diese würden nach Ansicht der Forscher keine Verbesserungen beim Umweltschutz beinhalten. Die EU bekenne sich zwar zu mehr Nachhaltigkeit, in den GAP-Reformvorschlägen finde sich dies jedoch nicht wieder, so die Autoren. Sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch öffentliche Forderungen nach mehr Umwelt- und Klimaschutz sollten in den Reformprozess einbezogen werden. So sei die Intensivierung der Landnutzung, vor allem in Deutschland, laut Weltbiodiversitätsrat IPBES die größte Ursache für den Rückgang der biologischen Vielfalt, von der maßgeblich das Wohlergehen der Menschen abhänge. Bei der Analyse der Forscher standen drei Fragen im Vordergrund: Ist der Reformvorschlag mit den UN-Nachhaltigkeitszielen vereinbar, reflektiert er den Diskussionsstand der Gesellschaft und bringt er eine Verbesserung der GAP? Grundlage war eine umfassende Literaturstudie von rund 450 Publikationen über Effektivität, Effizienz und Relevanz der GAP. Die neuen Vorschläge würden einen klaren Rückschritt gegenüber bisheriger Regelungen darstellen.