Anklage wegen versuchten Mordes gegen 28-jährigen Northeimer Salafisten
Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat gegen einen 28-jährigen Northeimer Salafisten Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Zudem werden ihm gefährliche Körperverletzung und besonders schwerer Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Demnach habe sich der Northeimer im Februar in seinem Haftraum der JVA Oldenburg maskiert und einen Justizvollzugsbeamten mit zwei metallenen Gabeln töten wollen. Als dieser die Flucht ergreifen wollte, habe der 28-Jährige ihn verfolgt und weiter mit den Gabeln nach ihm ausgeholt. Beide kamen zu Fall, er habe erneut auf den Beamten eingestochen und einem Mitgefangenen auf Arabisch erklärt, dass „Ungläubige“ getötet werden müssten. Erst durch den Mitgefangenen konnte der Northeimer überwältigt werden. Der Justizvollzugsbeamte trug von dem Angriff mehrere Riss-Quetschwunden davon. Unter anderem wegen der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat wurde der Northeimer bereits im Dezember 2017 vom Landgericht Braunschweig zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Dabei sah es das Gericht als erwiesen an, dass der zum Islam konvertierte 28-Jährige Anfang 2017 geplant hatte, mit selbst produzierten Sprengvorrichtungen Polizisten bzw. Bundeswehrangehörige zu töten. Allerdings konnte er vor der Ausführung der Tat verhaftet werden.