Geschrieben von Johannes Meinecke
Datum:
Eine Studie der Universitäten Göttingen, Bremen und Köln hat Deutschland und das Vereinigte Königreich als beliebteste Zielländer der europäischen Binnenmigration festgestellt. Céline Teney, Professorin für Grundlagen der Sozialwissenschaften am Institut für Soziologie an der Universität Göttingen, hat zusammen mit dem Bremer Soziologen Michael Windzio und dem Kölner Soziologen Sven Lenkewitz die Faktoren für die Binnenmigration in der Europäischen Union analysiert. Außerdem wurde die Entwicklung der Ein- und Auswanderungszahlen der EU-Mitgliedsstaaten von 2001 bis 2013 untersucht. Durch die Methode der Netzwerkanalyse konnte die Attraktivität der reicheren Länder für europäische Einwanderer nachgewiesen werden. Es zeigte sich auch, dass zwischen Nachbarländern viel Migration stattfindet. Mit dem Recht auf Freizügigkeit bietet der europäische Staatenverbund seinen Bürgern einzigartige Bedingungen zur Migration. Dabei haben neue Gesetze innerhalb der EU Einfluss auf die Steuerung von Einwanderungsströmen. So hat die Öffnung des Arbeitsmarktes für Bürger aus den neuen Mitgliedstaaten zu höheren Einwanderungsraten geführt, während der EU-Beitritt der neuesten Mitgliedstaaten von höheren Auswanderungsraten für diese Länder begleitet wurde.