Geschrieben von Anja Würfel
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Forscher der Universität Göttingen haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich extrem kleine Distanzen genau und optisch messen lassen. Dafür benutzten die Wissenschaftler die speziellen Eigenschaften von Graphen (Betonung auf der zweiten Silbe: Graphen; englisch graphene). Graphen ist die Bezeichnung für eine Modifikation von Kohlenstoff mit zweidimensionaler Struktur. Solche einlagigen Kohlenstoffschichten wurden in der Theorie beispielsweise verwendet, um den Aufbau und die elektronischen Eigenschaften komplexer aus Kohlenstoff bestehender Materialien beschreiben zu können. Mit dem neu entwickelten Verfahren lassen sich Distanzen in der Größenordnung von einem Ångström (Anström) messen. Dies ist der zehn-millionste Teil eines Millimeters. So konnte das Forscherteam die Dicke der Membranen lebender Zellen bestimmen. Das neue Verfahren macht es möglich einzelne Molekülpositionen im Raum zu bestimmen. Somit wird eine echte dreidimensionale optische Abbildung von Makromolekülen ermöglicht.