Brand auf Sartorius-Gelände: Konzern kündigt neue Sicherheitsmaßnahmen an
Nach dem Brand eines Zwischenlagers auf dem Sartorius-Gelände am 24. August, hat der Labormittelhersteller die bisher bekannten Fakten veröffentlicht und neue Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Die genaue Brandursache ist demnach noch nicht abschließend geklärt. Die Berichte externer Gutachter werden erst in einigen Wochen erwartet. Der Schaden durch den Brand, die Löscharbeiten und den Materialverlust belaufen sich laut Sartorius auf einen niedrigen Millionen Euro-Betrag. Die Firma rechnet mit einer Regulierung durch die zuständige Versicherung. Die größten Schäden seien durch das Löschwasser an den Stromaggregaten in der Halle entstanden. Nach deren Behebung konnte der Großteil der Maschinen wieder in Betrieb genommen werden, weshalb keine Lieferengpässe für Kunden entstanden sein sollten. Der vom Brand betroffenen Gebäudeteil soll in etwa drei Wochen wieder nutzbar sein. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wird in Zukunft Zwischenlagepapier beim Aufrollen der in Brand geratenen Nitrocellulose-Membran eingezogen, was die Brennbarkeit des Materials reduziert. Die Belüftung und Klimatisierung der Lager werden präziser angepasst, die Lager sollen häufiger kontrolliert werden. Neben einer Einschränkung von Zugangsrechten zu den Lagern ist außerdem geplant, den Schutz vor elektrostatischen Entladungen (ESD) zu erhöhen.