Etwa 7000 Menschen bei Klima-Streiktag von „Fridays for Future“ in Göttingen
Ungefähr 7000 Menschen sind in Göttingen, laut der Göttinger Polizei, zum heutigen globalen Klima-Streiktag von „Fridays for Future“ auf die Straße gegangen. Bei der Demonstration waren nicht nur Schüler, Studierende und Auszubildende, sondern auch viele Berufstätige und Rentner dabei. In Redebeiträgen wurde an die Bundesregierung appelliert, beim heute verhandelten Klimapaket deutlich mehr Anstrengungen zu unternehmen. Lukas Schnermeister, der bis Anfang des Monats an der Organisation der Fridays for Future-Demos in Göttingen mitgewirkte, erklärt warum: „Ja, wir haben nicht mehr viel Zeit. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Und deswegen freut es mich: Ich habe das Gefühl, die Teilnehmerzahlen haben sich verdoppelt hier im Vergleich zum letzten globalen Streik. Das muss so sein, das muss auch so weitergehen, es muss exponentiell hoch gehen mit den Teilnehmerzahlen, um noch mehr Druck auszuüben und ich glaube, wir müssen auch – wie Greta Thunberg sagt – noch radikaler werden. Wir müssen zivilen Ungehorsam ausüben und rebellieren. Entweder handeln wir jetzt oder es ist halt zu spät.“ Die Demonstranten zogen etwa zwei Stunden lang durch die Göttinger Innenstadt. Sie sangen Lieder und skandierten ihre Forderungen. Abschließend fand vor dem Neuen Rathaus noch eine Kundgebung statt. Über 30 Göttinger Gruppen hatten den Aufruf zum Streik unterstützt. Neben vielen Umweltorganisationen waren auf der Demonstration auch Gewerkschaften und das Deutsche Theater vertreten.
Demonstartionszug von "Fridays For Future" in Göttingen (Bild: Ben Mendelson)