Geschrieben von Johannes Meinecke
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Ein internationales Forscherteam hat unter Beteiligung der Universität Göttingen zum ersten Mal einen großen Exoplaneten in der Nähe eines kleinen Sterns entdeckt. Der Planet wurde in der Umlaufbahn des nahegelegenen Sterns GJ 3512 gefunden. Diese Entdeckung stellt etablierte Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten in Frage. Nach bisherigen Erkenntnissen sollten massearme Sterne weniger Material für die Bildung von Planeten verfügbar haben. Die Umlaufbahn des Exoplaneten deutet auf die Anwesenheit eines weiteren massiven Planeten hin, der in einer chaotischen Interaktion aus dem System geworfen worden sein könnte. Für die Entdeckung der Planeten wurde von den Astronomen die Doppler-Technik verwendet, mit der die Hin- und Herbewegung eines Sterns aufgezeichnet wird, wenn er von einem oder mehreren Planeten umkreist wird. Das Signal des Sterns war in diesem Fall so schwach, dass er fast nicht wahrgenommen werden konnte.