Ortsrat Grone kritisiert die Stadt Göttingen hinsichtlich der Klagen gegen drei Demonstrationsteilnehmer
Der Ortsrat Grone fordert die Stadt Göttingen auf, zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken, anstatt friedliche Demonstrationen zu bestrafen. Anlass dazu ist ein Gerichtsverfahrens gegen drei Teilnehmer, die sich bei einer Demonstration am 18. August vergangenen Jahres im Ortsteil Grone als Protest auf die Straße gesetzt haben. Die stimmberechtigten Mitglieder des Groner Ortsrates fordern die Stadt in einer Erklärung auf, die Klagen gegen die Demonstranten nach Möglichkeit zurückzuziehen. Bei der Gegendemonstration zu einer Veranstaltung, die von Jens Wilke, einem Politiker, der dem rechten Spektrum zuzuordnen ist, organisiert wurde, sei von den Gegendemonstranten mit vielfältigen Aktionen fantasievoll und friedlich demonstriert worden, so der Ortsrat. Dabei hätten viele Vereine, die Jonagemeinde, das Nachbarschaftszentrum wie auch viele Menschen aus anderen Stadtteilen ihre Solidarität bewiesen. Dass aufgrund der Blockadeaktionen die Stadt Göttingen einzelne Menschen mit Bußgeldern belegt, hält der Ortsrat für das falsche Signal. Die Stadt solle vielmehr mit ihren Maßnahmen den Widerstand gegen solche Aufmärsche stärken und nicht kriminalisieren.