Wissenschaftler weisen mithife eines Fossils die Fellfarbe des Urtypus der heutigen Feldmaus nach
Wissenschaftler haben anhand eines Fossils aus der Tongrube Willershausen nachgewiesen, dass der Urtypus der heutigen Feldmaus rötliches Fell gehabt haben muss. Die Mäuse lebten offenbar vor etwa drei Millionen Jahren in der Nähe des Willershäuser Sees, aus dem die Tongrube Willershausen entstanden ist. Den Forschern gelang es nun, das Pigment Phäomelanin in dem alten Fossil nachzuweisen. Dieses ist typisch für rote Farbe. Um die chemischen Elemente dieser Rotfärbung zu identifizieren und sichtbar zu machen, wurde die Maus unter anderem mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Das Mäusefossil ist Teil der Sammlung des Geowissenschaftlichen Museums der Georg- August-Universität Göttingen und kann dort besichtigt werden. Insgesamt befinden sich dort 50.000 bis 60.000 Objekte aus der Tongrube Willershausen.
Die Aufnahme unten zeigt chemische Elemente in der Maus, die die Rotfärbung nachweisbar machen. Oben zum Vergleich die normale Ansicht des Mäusefossils. (Bild: SLAC National Accelerator Laboratory/Nature Communications)