Geschrieben von Johannes Meinecke
Datum:
Die Göttinger SPD-Kreistagsfraktion hat den Vorschlag der CDU-Kreistagsfraktion begrüßt, dem „Bündnis für den Rettungsdienst als Kommunalaufgabe“ beizutreten. Zugleich hat sie aber mehrere Einwände vorgebracht. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geplante Zusammenlegung von Rettungs- und Notdienst sei abzulehnen. Der gut funktionierende Rettungsdienst würde dadurch mit dem weniger gut funktionierenden ärztlichen Notdienst in einen Topf geworfen, sagte Andreas Philippi, Vorsitzender des Kreissozialausschusses für die SPD. Der Göttinger Kreistag sei sich außerdem mit dem Deutschen Landkreistag darin einig, die zusätzlichen Kosten in dreistelliger Millionenhöhe für Land und Kommunen abzulehnen, so Reinhard Dierkes, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Auch die damit verbundene absehbare Folge, einige Krankenhäuser aus der Notfallversorgung auszuschließen, sei scharf zu kritisieren. Die fehlenden Gelder könnten für betroffene Kliniken das Aus bedeuten, erklärten Dierkes und Philippi.