PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe warnt vor Zunahme rechtsextremer Übergriffe in Göttingen
Im Zusammenhang mit den jüngsten Vorkommnissen auf dem Zentralcampus der Universität Göttingen, bei denen es zu einer mutmaßlichen Brandstiftung kam und rechtsradikale Symbole an der Universitätsbibliothek vorgefunden wurden, hat die PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe vor einer Zunahme rechtsextremer Übergriffe in Göttingen gewarnt und sich mit den Opfern solidarisiert. Laut der Gruppe seien die Taten, die in der Nacht auf Montag stattfanden, vermutlich durch den Wahlerfolg der AfD in Thüringen ermutigt worden. Die Gruppe zeigte sich besorgt über die Zunahme an Sachbeschädigungen mit rechtsextremem Hintergrund im Göttinger Stadtgebiet. Diese Sachbeschädigungen sowie die jüngsten Vorkommnisse scheinen, laut der Ratsgruppe weniger willkürlich, sondern nun vielmehr auch anlassbezogen und bedrohlicher geworden zu sein. Die Ratsgruppe kritisiert vor diesem Hintergrund, dass rechtsextreme Gewalttaten und Angriffe oft nicht als solche erkannt und erfasst werden. So verzeichnete das BKA 85 Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 2001, während die Amadeo-Antonio-Stiftung mindestens 198 Tote feststellt. Die Gruppenvorsitzende Helena Arndt fordert dazu auf, die Augen nicht zu verschließen vor dem, was gerade in unserer Gesellschaft passiert und hofft auf intensive und erfolgreiche Ermittlungen in diesen Fällen.