Geschrieben von Julia Kleine
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Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat Methoden für eine umweltfreundlichere Palmölproduktion erforscht. Dabei wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie Ölpalmenzüchter mit geringeren Einsätzen von Dünger und Herbiziden einen gleichbleibenden Gewinn erzielen können. Bei einem Experiment in einem Ölpalmen-Firmensitz in Jambi wurden die Düngemittelstände jeweils auf eine von zwei Stufen eingestellt. In einem Bereich wurden durch den Dünger nur so viele Nährstoffe ausgeglichen, wie die Ernte dem Boden entzog. In einem anderen Bereich wurde nach Industrienorm gedüngt, was etwa der doppelten Menge entspricht. Das Unkraut wurde entweder mechanisch oder mit chemischen Unkrautvernichtungsmitteln wie Glyphosat bekämpft. Anschließend analysierten die Forscher die Ölpalmen, den Boden und die Artenvielfalt. Nach Ablauf von zwei Jahren habe das Team keine Ertragseinbußen durch die reduzierte Düngung feststellen können, so Hauptautor Kevin Darras von der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. Die mechanische Unkrautbeseitigung habe wegen der höheren Pflanzendeckung sogar zu einer erhöhten Tierartenvielfalt geführt.

(Foto: Aus den Früchten gewonnenes Palmöl macht einen beträchtlichen Teil des Bruttoinlandsprodukts vieler tropischer Länder aus. (Bild: Patrick Diaz))