Universität Göttingen: Forschungsteam gelingt Bestimmung der Molekülanzahl kleinstmöglicher Eiskristalle
Einem deutsch-amerikanischen Forschungsteam unter Leitung des Chemikers Thomas Zeuch vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen ist es gelungen, die Größe kleinstmöglicher Eiskristalle genau zu bestimmen. Bisher war klar, dass eine bestimmte Anzahl Moleküle nötig ist, um einen stabilen Eiskristall zu bilden. Der genaue Wert mit der Anzahl der Moleküle konnte bislang jedoch nur geschätzt werden. Zur Ausformung eines kleinstmöglichen Eiskristalls sind nach diesen Forschungserkenntnissen knapp 100 Wassermoleküle nötig. Gleichzeitig konnte ein bisher nur theoretisch vorhersagbares Phänomen experimentell nachgewiesen werden. Dieses Phänomen bezieht sich auf die Koexistenz der beiden Aggregatzustände flüssig und fest. Die Erkenntnisse sind relevant für biologische Prozesse, die sich im Inneren von Proteinen abspielen. Dort sind molekulare Zustandsveränderungen im Größenbereich von nur wenigen Nanometern experimentell schwer nachweisbar.