Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die Gandersheimer Domfestspiele haben an der Tagung der „Arbeitsgemeinschaft zehn deutsche Festspielorte“ in Jagsthausen teilgenommen. Inhaltlich standen dort der Austausch von Kunst und Verwaltung, eine Diskussion über aktuelle Themen sowie der Rückblick und Vorschau auf die aktuellen Spielzeiten im Mittelpunkt. Bei den Gesprächen wurde unter anderem auch die aktuelle Situation von Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und der Welt sowie der um sich greifende Egoismus in der Gesellschaft thematisiert. Aus diesem Grund proklamierte die Arbeitsgemeinschaft erstmals in ihrer Geschichte eine gemeinsame Erklärung. Demnach sei das Theater seit der Antike ein Ort der Begegnung, mit dem Appell, Dinge aus unterschiedlicher Perspektive zu sehen und zu verstehen. In Zeiten, in denen die Friedlichkeit des Zusammenlebens mutwillig aufs Spiel gesetzt werde, sei es umso wichtiger für Vielfalt und Verschiedenartigkeit in der Gesellschaft einzustehen. Die zehn deutschen Festspielorte verständen dies als ihren gesellschaftlichen und kulturellen Auftrag. Laut den Geschäftsführern der Gandersheimer Domfestspiele, Achim Lenz und Thomas Groß, würden die Gandersheimer Domfestspiele ihren Einsatz gegen Rechts leisten und für Menschlichkeit in Südniedersachsen und einem lebenswerten Miteinander einer ganzen Region beitragen.