Mitglieder lokaler rechtsextremer Gruppen provozieren in KZ-Gedenkstätte Moringen
Mitglieder lokaler rechtsextremer Gruppen haben in der vergangenen Woche den Abbruch einer Führung durch die KZ-Gedenkstätte Moringen provoziert. Wie aus einer Stellungnahme der Gedenkstätte hervorgeht, hatte die Gruppe während der Führung Fragen gestellt und Aussagen getätigt, die darauf abzielten, die Glaubwürdigkeit der Opfer in Frage zu stellen und sie zu diskreditieren. Dazu zweifelten sie beispielsweise die Aussagekraft historischer Dokumente an, um gesicherte Tatsachen als manipulierbar darzustellen. Außerdem verglichen sie ihre eigenen Hafterfahrungen mit den Schilderungen ehemaliger Häftlinge und versuchten so, die KZ-Haft zu verharmlosen. Nach dem Abbruch der Führung posierte die Gruppe mit nach oben weisenden Daumen vor der Gedenkstätte. Dabei trugen sie T-Shirts, auf denen antisemitische Parolen zu lesen waren. Die Mitarbeiter der Gedenkstätte distanzierten sich von diesem Verhalten und wiesen die zur Schau gestellten Parolen mit Nachdruck zurück.