Universität Göttingen verurteilt Schmierereien und setzt sich für Vielfalt ein
In einem Beschluss des Präsidiums der Universität Göttingen hat die Hochschule die wiederholten Angriffe, bei denen die Gebäude der Universität mit Hakenkreuzen und anderen rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen sowie transfeindlichen Symbolen und Parolen beschmiert worden waren, auf das Schärfste verurteilt. Neben diesen Vorkommnissen seien auch explizite Drohungen und Verunglimpfungen gegen Angehörige und Mitglieder sowie einzelne Einrichtungen der Universität ausgesprochen worden. Die Universität Göttingen verstehe sich als weltoffene Hochschule und als Organisation, in der Vielfalt Normalität sein soll. Sie schätze die Vielfalt ihrer Mitglieder und wolle zur Überwindung aller dem entgegenstehenden geschlechtsbedingten, ethnischen, kulturellen, sozialen und religiösen Benachteiligungen beitragen. Weiter fühle sie sich verpflichtet, ihre Kräfte für die Gestaltung einer humanen, toleranten und friedlichen Welt einzusetzen. Es sei vorrangige Aufgabe der Universität Göttingen Wissenschaften und Künste durch Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu pflegen und entwickeln. Die Universität beobachte mit Sorge die Infragestellung dieses Gutes durch Populismus, Nationalismus und neue Formen aggressiver Zuspitzung und ruft weiter alle ihre Angehörigen und Mitglieder dazu auf, für eine demokratische Kultur, Menschenrechte und Antidiskriminierung einzutreten.