Geschrieben von Julia Kleine
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Göttinger Neurowissenschaftler erforschen in einem neuen Projekt den Einfluss von sozialen Informationen auf Wahrnehmung und Verhalten. Um Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und Bewegungsplanung in einer interaktiven Umgebung erforschen, werden Rhesusaffen darauf trainiert, an einem Bildschirm Aufgaben zu lösen. Zwei Tiere sitzen sich dabei an einem durchsichtigen Touchscreen gegenüber und können beobachten, was der andere tut. Die Forscher wollen so herausfinden, wie die Anwesenheit und die Handlungen des Gegenübers die eigenen Entscheidungen beeinflussen. Dazu erfassen sie das Verhalten und die Fähigkeiten der Affen und untersuchen mit modernen elektrophysiologischen Methoden, wie und welche Nervenzellen und ihre Netzwerke im Gehirn zusammenarbeiten. Beteiligt sind neben dem Deutschen Primatenzentrum auch die Universität und die Universitätsmedizin Göttingen, das European Neuroscience Institute und das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Die Neurowissenschaftler erhalten für die Studie insgesamt knapp eine Million Euro von der Leibniz-Gemeinschaft für einen Zeitraum von drei Jahren.