Deutscher Gewerkschaftsbund plant bundesweite Abfrage zur Vergabepraxis von Landkreisen und Kommunen
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Kreisverbände werden zwischen Dezember diesen Jahres und Februar des kommenden Jahres eine bundesweite Abfrage zur Vergabepraxis von Landkreisen und Kommunen durchführen. Ziel der Studie sei es, einen Überblick über die aktuelle Praxis der öffentlichen Auftragsvergabe auf kommunaler Ebene zu gewinnen. Damit soll die Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen geprüft werden. Der größte Teil aller öffentlichen Aufträge der Region Südniedersachsen-Harz werde in kommunalen Verwaltungen vergeben, so der DGB. Wie die DGB-Geschäftsführerin der Region Südniedersachsen-Harz Agnieszka Zimowska erklärt, würden Kommunen als Vorbild vorangehen, wenn sie Aufträge an tarifvertragliche Kriterien binden und diese auch kontrollierten. Dies könne die Tarifautonomie in einer ansonsten immer stärker wachsenden tariffreien Wüste sichern. Durch die grassierende Tarifflucht würde Beschäftigten, Zimowska zufolge, deutlich mehr Netto vorenthalten. Dem Land Niedersachsen wiederum entgingen hierdurch jedes Jahr 4,7 Milliarden Euro an Einnahmen.