Umfrage der Göttinger Universität zur Kommunikation der Politik während der Corona-Krise
Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat untersucht, wie gut sich die Bürger durch die Politik über Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise informiert fühlen. Grundlage der Untersuchung ist eine aktuelle Befragung von Senja Post, Nils Bienzeisler und Mareike Lohöfener vom Arbeitsbereich Wissenschaftskommunikation in den Lebenswissenschaften. Von Gründonnerstag bis Ostermontag wurden rund 1.500 Menschen zu ihren Eindrücken von der politischen Kommunikation seit der Kontaktsperre befragt. Dabei stellte sich heraus, dass zwar relative Mehrheiten kurz vor Ankündigung der ersten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen mit der öffentlichen Kommunikation der Politiker und der Medienberichterstattung „alles in allem zufrieden“ waren. Trotzdem fühlten sich viele von Politikern nicht vollständig informiert. So fragten sich fast zwei Drittel der Befragten manchmal, „ob Politiker mehr wissen als sie der Öffentlichkeit mitteilen“. Zum Umgang mit der Corona-Krise zeigten sich die Befragten zudem gespalten. Die politischen Maßnahmen seit den Kontaktbeschränkungen hielten mit 70 Prozent die weitaus meisten für angemessen. Dennoch hatten sie unterschiedliche Ansichten bei der Frage, was dazu notwendig und zulässig ist.