Geschrieben von Jennifer Bullert
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Um einen möglicherweise schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 frühzeitig zu erkennen, könnte ein Urintest helfen. Zu diesem Ergebnis sind nun Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gekommen. Mithilfe dieses Tests solle dabei schon Tage bevor die Lunge oder weitere Organe gegebenenfalls versagen, eine Aussage über die Schwere des Krankheitsverlaufs getroffen werden können. Der an der UMG entwickelte Handlungspfad könnte so möglicherweise verhindern, dass sich der Zustand der Erkrankten lebensbedrohlich verschlechtert und sie am Coronavirus sterben. Bereits seit dem 24. April untersuchen bundesweit mehrere Universitätskliniken, ob sich auf diesem Weg die Krankenversorgung verbessern lässt. Dazu wurde eine große, nicht-interventionelle Beobachtungsstudie aufgenommen. Den Forschern der UMG war bei den stationär behandelten Corona-Erkankten zuvor aufgefallen, dass vor allem bei Schwerkranken, abgesehen von Lunge und Herz, die Nierenfunktionen bereits im frühen Krankheitsstadium beeinträchtigt waren. Über ihre Erkenntnisse tauschte sich die Fachleute der UMG im Anschluss mit anderen deutschen Universitätskliniken aber auch mit Experten aus China, Italien, England und den USA aus.