Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Im Rahmen des Gedenkens an das Kriegsende am 8. Mai haben in Einbeck am Freitag rund 130 Menschen bei drei Versammlungen teilgenommen. Die Polizei bilanzierte zwar vereinzelte Vorfälle, insgesamt sei das Einsatzkonzept aber aufgegangen. Unter anderem wurden beispielsweise die Sicherheitsabstände nicht immer konsequent eingehalten und eine Versammlung wollte sich zunächst nicht am neu zugewiesenen Versammlungsort aufhalten. Außerdem hielten sich Teilnehmer der Versammlung aus dem rechten Spektrum beispielsweise nicht an die Lautstärke der Redebeiträge. In beiden Fällen musste die Polizei einschreiten. Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, hatte sich im Vorfeld für ein Verbot der Versammlungen ausgesprochen. Grund waren Zweifel an der Einhaltung der Mindestabstände und Kontaktbeschränkungen. Er bezeichnete die Vorfälle bei den Versammlungen als inakzeptabel, bei denen der Mindestabstand der Polizei unterschritten werden musste, um uneinsichtige Teilnehmer auf die ihnen zugewiesenen Flächen leiten zu können. Am Freitagabend fanden sich zudem mehrere Menschen zu einer kurzen spontanen Demonstration vor dem Einbecker Polizeidienstgebäude zusammen. Diese hatte der Versammlungsleiter des örtlichen Kreisverbands von „Die Rechte“ kurz vorher in der Einbecker Dienststelle unter dem Motto „Gegen Polizeiwillkür“ angekündigt. Als Grund sei die Beschränkung der Lautstärke und der Lautsprecheranlage bei der vorigen Versammlung genannt worden, so die Polizei.