Linken-Piraten-Partei+-Kreistagsgruppe spricht sich gegen Atommüllzwischenlager in Würgassen aus
Der Landkreis Göttingen soll sich nach Willen der Linken-Piraten-Partei+-Kreistagsgruppe gegen ein geplantes Atommüllzwischenlager in Würgassen aussprechen. Würgassen ist ein Stadtteil von Beverungen, liegt im östlichen Nordrhein-Westfalen und somit etwa 50 Kilometer von Göttingen entfernt. Der Kreistagsgruppenvorsitzende Eckhard Fascher zeigt sich besorgt, dass Transporte von schwach- und mittelradioaktivem Müll auch durch Göttingen geleitet werden und sich Unfälle ereignen könnten. Daher solle sich der Kreistag mit den Bürgermeistern und Kommunalpolitikern von Beverungen, der niedersächsischen Samtgemeinde Boffzen und den Städten Bad Karshafen und Trendelburg in Hessen solidarisch erklären, fordert Kreistagsgruppenmitglied Mohan Ramaswamy. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hatte Anfang März bekannt gegeben, dass das geplante Logistikzentrum in Würgassen ab 2027 in Betrieb genommen werden soll. Dort sollen dann schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem gesamten Bundesgebiet gesammelt werden. Anschließend sollen diese dann ins Endlager Konrad bei Salzgitter übermittelt werden.