Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die BUND-Kreisgruppe Northeim hat den Beschluss des Kreistages zur Schließung und Verkauf des Jugendfreizeitheims Silberborn scharf kritisiert. Nach Bestrebungen durch SPD, die FDP und die Kreis-Verwaltung sei der Verkauf im Juni 2018 im Kreistag mehrheitlich beschlossen worden – gegen die Stimmen von Grünen, Linken und Northeim 21. Die Immobilie mit einem Buchwert von circa 360.000 Euro werde dabei stark runter gerechnet und unter Wert verhandelt. Die Grundfläche von fast 34.000 Quadratmetern gehe nur mit einer Summe von knapp 44.000 Euro in die Bewertung ein, was einem Quadratmeterpreis von lediglich 1,30 Euro entspräche. Insgesamt seien zwischen der Errichtung 1961 bis 2018 jedoch circa 2,8 Millionen Euro in das Projekt investiert worden.Sowohl der Schließungsbeschluss 2018 als auch der aktuelle Veräußerungsprozess seien fragwürdig. Es hätte nur ein Exposé bei einem Online-Immobilienportal und Hinweise in regionalen Printmedien gegeben. Aus sechs Anfragen seien zwei schriftlich eingereichte Angebote übrig geblieben, die aber den Kreistagsmitgliedern nicht zur Kenntnis gegeben worden sein sollen, so die Kreisgruppe. Der BUND schätzt eine Jugendfreizeiteinrichtung für Sport, Umweltbildung und Soziales Lernen für unerlässlich ein und kritisiert die Politik. Aus Sicht der Gruppe gibt es zwei Alternativen. Zum Einen einen seriösen Träger über eine neue Ausschreibung zu finden oder die bis Anfang 2019 gelaufene Arbeit durch den Landkreis weiterzuführen.