Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Der Deutsche Gewerkschaftsbund setzt sich im Vorfeld einer möglichen Ansiedlung des Internetversandhändlers Amazon in Northeim dafür ein, dass der Stadtrat das Vorhaben an gute Arbeitsbedingungen knüpft. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass das Unternehmen ebenso wie der Interessent P3-Logistics nicht zu einer Überfrachtung der lokalen Infrastruktur beitrage. Beide wollen sich im neu geplanten Industriegebiet West ansiedeln. Ihre Forderungen teilten die Geschäftsführerin der DGB Region Südniedersachsen Harz, Agnieszka Zimowska, und der Northeimer DGB-Kreisverbandsvorsitzende, Frank Marquard, gestern Bürgermeister Simon Hartmann mit. Marquard sieht in einer Ansiedlung grundsätzlich zwar einen Gewinn, aber im Betrieb müsse auch eine demokratische Mitbestimmung ermöglicht werden. Dabei müsse auch verhindert werden, in der Region negative Standards zu setzen, so der Kreisverbandsvorsitzende des DGB. Zimowska zeigte sich erfreut darüber, dass Bürgermeister Hartmann daher mit allen Beteiligten sprechen wolle. Ende August soll der Stadtrat über den Bebauungsplan für das Industriegebiet West entscheiden.