Internationales Forschungsteam fordert Umstellung der Lebensmittelproduktion
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen und der Westlake University in China fordert eine Umstellung der Lebensmittelproduktion nach agrarökologische Grundsätzen. Diese sollen auf der diesjährigen UN-Biodiversitätskonferenz in China in das Global Biodiversity Framework aufgenommen werden. Das Team von mehr als 360 Wissenschaftlern aus 42 Ländern fordert anhand einer nachhaltigen Landwirtschaft den Rückgang der Artenvielfalt umzukehren. Dies sei jedoch nur durch weltweit koordinierte Maßnahmen möglich. Das Forscherteam hat ausgearbeitet, wie agrarökologische Prinzipien auf globaler Ebene Biodiversität erhalten können. Weltweit nimmt die Landwirtschaft mehr als ein Drittel der Landmasse ein und gefährdet 62 Prozent aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Die Forscher fordern dazu auf, globale Forschungsnetzwerke zu stärken, technische Innovationen auszubauen und die Kommunikation zu verbessern.