Göttinger Forscher stellen Bewegungen von Proteinen in Synapsen dar
Forscher des Exzellenzclusters Multiscale Bioimaging ist es erstmals gelungen die simultanen Bewegungsprofile einer Vielzahl von Proteinen in der Synapse darzustellen. Die Kontaktstellen zwischen Nervenzellen, die Synapsen, helfen dabei noch besser zu verstehen, wie das Gehirn auf molekularer Ebene funktioniert. Die Dynamik und Mobilität von Proteinen in lebenden Synapsen war bisher nicht erforscht. Einem Team von Wissenschaftlern des Instituts für Neuro- und Sinnesphysiologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und vom Institut für Röntgenphysik der Universität Göttingen ist es nun erstmals gelungen, die Bewegungen von 45 Proteinen in einer Zelle simultan sichtbar zu machen. Die zeitgleiche Darstellung liefert ein realistisches Bild der Bewegungsprofile tausender Proteinmoleküle in einer Synapse. Die Daten können nun weltweit von Laboratorien genutzt werden. Die wichtigen Details über die synaptische Aktivität bei Gesundheit sowie bei neurologischen Erkrankungen können mit Hilfe solcher Visualisierungsstudien aufgedeckt werden, so die Forscher.