Göttinger Oberbürgermeister Köhler verurteilt Flyeraktion der Identitären Bewegung in Grone
Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat sich nun ebenfalls zu den am Wochenende im Göttinger Stadtteil Grone verteilten Flyern der Identitären Bewegung geäußert. Die Flyer wurden unter anderem in Briefkästen von Familien mit vermeintlichem Migrationshintergrund hinterlassen. Inhaltlich macht das Dokument Stimmung gegen Einwanderer und fordert beispielsweise ein Ende der Integration sowie eine Rückkehr in Herkunftsländer. Köhler verurteilte den Text als perfide und abscheulich. Er sei ein primitiver Versuch, bestimmte Bevölkerungsgruppen in Angst zu versetzen. Die Aktion sei aufs Schärfste zu verurteilen. Köhler betonte außerdem, dass die Wichtigkeit für ein gesellschaftliches Miteinander darin liege, das Gemeinsame zu benennen, anstatt das Trennende hervorzuheben. Es sei selbstverständlich, dass Menschen unterschiedlich seien. Alles andere wäre langweilig, so Köhler. Anstatt die Bevölkerung aufzustacheln und mit Verschwörungstheorien zu verunsichern, sei es wichtig, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Die Identitäre Bewegung wolle das nicht, sondern sorge stattdessen für die Bekräftigung von Vorurteilen. Sie wolle Vielfalt als Gefahr brandmarken, Menschen in Schubladen stecken und nach Religion, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung sortieren. Für ihn sei diese Aktion Ansporn, den Kampf gegen Intoleranz, gegen Faschismus und Rassismus engagiert fortzusetzen, so Köhler. Göttingen sei eine weltoffene, tolerante und vielfältige Stadt. Gewalt, Ausgrenzung und Ignoranz seien hier unerwünscht, so Köhler abschließend.