Erster Nachtragshaushalt in Northeim: Stadt rechnet mit Fehlbedarf von 4,22 Millionen Euro
Die Stadt Northeim hat den ersten Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 vorgelegt. Grund für die frühe Vorlage sind die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie. Im ersten Nachtragshaushalt wird nun von einem Jahresfehlbedarf von ca. 4,22 Millionen Euro ausgegangen. Ursprünglich ging die Verwaltung von 1,4 Millionen Euro aus. Auf Basis der Mai-Steuerschätzung über den mittelfristigen Finanzplanungszeitraum bis 2023 belaufen sich die steuerbedingten Mindereinnahmen auf rund 8,24 Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsansatz. Der Haushaltsausgleich gilt trotz des hohen Jahresfehlbedarfs als erreicht, da eine Verrechnung mit den städtischen Überschussrücklagen möglich ist. Am Investitionsprogramm bis 2023 werde festgehalten, um in diesen Zeiten ein wirtschaftspolitische Signal an die ortsansässigen Unternehmen zu senden, so Bürgermeister Simon Hartmann. Für die Finanzierung des Investitionsprogramms nimmt die Stadt Kredite auf. Die Nettoneuverschuldung für das Jahr 2020 beläuft sich so auf 7,92 Millionen Euro. Am kommenden Donnerstag entscheidet der Rat der Stadt Northeim über den Nachtragshaushalt.