Forscher untersuchen Auswirkungen von Landnutzungswandel auf die lokalen Wasserkreisläufe
Ein internationales Forschungsteam unter Göttinger Leitung hat in Indonesien die Auswirkungen des rapiden Landnutzungswandel auf die lokalen Wasserkreisläufe untersucht. Die Wissenschaftler des deutsch-indonesischen Sonderforschungsbereichs „Ökologische und sozioökonomische Funktionen tropischer Tieflandregenwald-Transformationssysteme“ zeigen in ihrer Studie, dass die Ausweitung von Monokulturen wie Ölpalm- und Kautschukplantagen zu häufigeren und stärkeren Überschwemmungen führt. Der großflächige Landnutzungswandel führe zu einer Verdichtung des Bodens, sodass der Regen vom Boden langsamer aufgenommen werde und das Wasser rasch an der Oberfläche abfließe, so der Göttinger Ko-Autor Christian Stiegler. Zusätzlich spielten auch die Zerstörung von Flussauen sowie der Bau von Hochwasserdämmen und Entwässerungsgräben eine Rolle. Um die Auswirkungen des Landnutzungswandels auf den Wasserkreislauf zu verringern, sind aus Sicht der Forscher Bodenschutz und eine bessere Landnutzungsplanung wichtig.