Geschrieben von Anja Würfel
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Göttinger Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, Gewebe mit Funktionen des menschlichen Gehirns aus Stammzellen herzustellen. Die als Bioengineered Neuronal Organoids (BENOs) bezeichneten Gewebe wurden von Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Göttingen und des Exzellenzclusters "Multiscale Bioimaging" sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen entwickelt. Die Gewebe verfügen über die gleichen Funktionen, die für die Entwicklung von Lernen und Gedächtnisfunktionen bedeutend sind. BENOs eignen sich somit zur genaueren Erforschung des Verlusts von Lernfähigkeit und Gedächtnis bei neurodegenerativen Erkrankungen. Sie sollen künftig degenerative Erkrankungen des zentralen Nervensystems im Labor simulieren. Damit ließen sich künftig innovative Therapieverfahren für Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie, Schlaganfall und Demenz entwickeln. Auch die Züchtung von Ersatzgewebe für die Behandlung von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen werde so prinzipiell möglich.