Geschrieben von Jennifer Bullert
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Forscher der Europäischen Forschungsinfrastruktur Integrated Carbon Observation System (ICOS) haben massive Auswirkungen der Sommerdürre 2018 auf die Umwelt festgestellt. Das teilte nun die Universität Göttingen mit, die an den Untersuchungen beteiligt war. Der Abteilungsleiter Bioklimatologie der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, Alexander Knohl, bilanziert eine bis zu 30 Prozent niedrigere CO2-Aufnahme in den Wäldern Mittel- und Nordeuropas gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte. Zudem habe der Wald an manchen Tagen im Sommer 2018 sogar Kohlendioxid abgegeben statt aufzunehmen, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Lukas Siebecke hinzufügt. Dies sei einmalig in den vergangenen 20 Jahren gewesen. Insgesamt untersuchten 16 Teilstudien interdisziplinärer Teams die Sommerdürre. Das sonnig-warme Wetter im Frühling habe den Pflanzen demnach zunächst genutzt, jedoch habe das fehlende Wasser ihnen im Sommer zugesetzt. So vertrockneten viele Graslandflächen und die landwirtschaftlichen Erträge gingen zurück.