Geschrieben von Anja Würfel
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Wissenschaftler des Soziologischen Forschungsinstituts (Sofi) haben in ihrem jüngsten Projekt „CollaboTeam“ die kollaborative Team- und Projektarbeit erforscht und dazu eine Broschüre herausgegeben. Inhalt waren kollaborative Anwendungen und Internetplattformen wie „Microsoft Teams“, die die Zusammenarbeit von Arbeitsteams unterstützen sollen. Die Forschung entstand zusammen mit der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Universität Göttingen. Die Forscher stellten dabei fest, dass der Einsatz von Kollaborationsplattformen kein Selbstläufer ist. Es sei zu beobachten, dass die Unternehmen die Potenziale von Kollaborationsplattformen tendenziell überschätzen, aber die notwendigen Regelungen der Einführung und Nutzung unterschätzen, so Marliese Weißmann vom Sofi. Weiter fühlten sich Beschäftigte oft nicht mitgenommen und wüssten nicht, wofür sie die Anwendung verwenden sollen. Manche Beschäftigte fühlten sich in ihrer Arbeit kontrolliert, so Weißmann. Zentral für die Gestaltung sei eine Balance von Vorgaben und Selbstorganisation. Dabei seien die Besonderheiten der neuen Technik zu berücksichtigen, um desintegrative Effekte und Belastungen zu vermeiden. Eine grundlegende Voraussetzung für die Nutzung mit Kollaborationsplattformen ist eine vertrauensbasierte Kultur der Zusammenarbeit im Unternehmen.