Diskussion um Dragoneranger: Göttinger SPD fordert Umdenken der Ratspolitik
In der Diskussion um die Zukunft des Dragonerangers fordert die Göttinger SPD ein Umdenken von der Ratspolitik. Der Stadtverband der Sozialdemokraten setzt sich dafür ein, dass die Stadt bereits bestehende Gewerbeflächen nachverdichten sollte, statt den Dragoneranger zu bebauen. Dabei verweist er auf eine entsprechende Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des Areals als Naherholungsgebiet ausspricht. Zudem belaste die Flächenversiegelung Natur und Klimaschutz, erklärte der Stadtverband. Francisco Welter-Schultes, Mandatsträger für die Piraten im Rat der Stadt, hat unterdessen beantragt, Agrophotovoltaikanlagen am Dragoneranger aufzustellen. Unter diesen könne weiterhin Landwirtschaft betrieben werden. Sein Antrag sieht zugleich auch vor, die Fläche als Gewerbegebiet zu akzeptieren. Dennoch übt er Kritik an der Stadtplanung. So sei die Fläche 2017 per Ratsbeschluss aus dem Landschaftsschutz gelöst und als Gewerbegebiet ausgewiesen worden, gleichzeitig wurde das Huhtamaki-Gelände bebaut und den Anwohnern würde nun ein fußläufiges Naherholungsgebiet genommen. Dieses Vorgehen bezeichnet Welter-Schultes als „klimaschädlich, unkoordiniert und undurchdacht“. Der Bebauungsplan für das Areal befindet sich aktuell im Aufstellungsverfahren. Er soll noch in diesem Jahr in der Politik beraten werden.