Geschrieben von Anja Würfel
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Das Roma Center Göttingen und der AK Asyl haben gemeinsam mit Familien aus dem Rosenwinkel zur Teilnahme an einer Kundgebung vor dem Neuen Rathaus aufgerufen. Dabei soll auch ein offener Brief an die Stadt Göttingen übergeben werden. Hauptanliegen der Aktion ist eine realistische Chance für langjährig geduldete Menschen auf ein Bleiberecht. Weiter fordern die Demonstranten, dass sich die Folgen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt nicht negativ auf den Aufenthaltsstatus auswirken dürften, einen sicheren Aufenthalt für Kinder und Jugendliche sowie einen generellen Abschiebe-Stopp während der Corona-Krise. Weiter solle die Stadt Göttingen Stellung beziehen zum Abschiebeverhalten im Fall Gani Ramas. Es könne nicht sein, unbeirrt Integrationsleistungen von Menschen zu fordern, die zum Teil seit 20 Jahren in Deutschland lebten, so das Bündnis. Der befristete Charakter von Duldungen schrecke viele Arbeitgebende ab. Weiter führe die Angst vor Abschiebungen zu andauernder psychischer Belastung. Misserfolge in der Schule seien eine der Folgen. Dadurch könnten Integrationsvereinbarungen nicht eingehalten werden. Dieser Teufelskreis müsse endlich durchbrochen werden. Die Kundgebung begann heute um 15 Uhr vor dem Neuen Rathaus in Göttingen.