Geschrieben von Anja Würfel
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Der Hartmannbund Niedersachsen hat die kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen und die Landesregierung dazu aufgefordert, den bisherigen Rettungsschirm für Praxen bis Ende Juni 2021 zu verlängern. Außerdem sollen die gestiegenen Sachkosten im ambulanten Bereich im Rahmen der Vergütung besser berücksichtigt werden. Weil die Praxen bestimmte Leistungen aktuell nicht erbringen könnten und ihre Patienten vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen wollen, führten pandemiebedingt abgebrochene oder reduzierte Behandlungen zu Umsatzrückgängen. Dies betreffe alle Praxen der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung, erklärte der Hartmannbund. Etliche Arztpraxen hätten schon im zweiten Quartal 2020 deutliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen. Weil die niedersächsischen Haus- und Fachärzte der Stabilitätsfaktor des Gesundheitssystems seien und circa 90 Prozent der Patienten – insbesondere auch mit einer Corona-Infektion – in den Praxen diagnostiziert und behandelt werden, tragen sie mit ihrem Personal ein gesundheitliches und existentielles Risiko. Der Hartmannbund ist ein Berufsverband deutscher Ärzte. Er vertritt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen von Ärzten, Zahnärzten und Medizinstudenten in Deutschland.