Geschrieben von Anja Würfel
Datum:
Hinsichtlich der Kritik an dem Plan einer Neuansiedlung eines Netto-Marktes auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes in Langenholtensen hat sich der Landkreis Northeim nun zu Wort gemeldet. Bei einem Gutachten zu dem Vorhaben habe es viele Fehler gegeben und bei dessen Erstellung sei eindeutig „gemauschelt“ worden, so der Vorwurf an den Landkreis, der in der vergangenen Northeimer Ratssitzung aufkam. Ursache für die Kritik waren die unterschiedlichen Ergebnisse von verschiedenen Gutachten, die prüfen sollten, ob es sich um ein raumbedeutsames Vorhaben handele. Damit läge die Neuansiedlung des Marktes in der Zuständigkeit des Landkreises Northeim. Sowohl die Vorhabenträger als auch Betreiber ortsansässiger Einzelhandelsunternehmen hatten dazu Gutachten vorgelegt. Um ein möglichst objektives Ergebnis zu erhalten, habe der Landkreis Northeim daher aus eigenen Mitteln einen dritten Gutachter beauftragt, der zuvor in dieses Vorhaben nicht eingebunden war. Mit diesem Gutachten sollte eine qualitativ hochwertige und belastbare Aussage zu dem Vorhaben des Discounters in Langenholtensen vorliegen, so der Landkreis. Damit sollte eine möglichst transparente und neutrale Entscheidung zustande kommen. Ergebnis dieses dritten Gutachten war, dass es sich bei der geplanten Errichtung des Supermarktes nicht um ein raumbedeutsames Vorhaben handelt. Über die Genehmigung entscheidet daher allein die Stadt Northeim im Zuge ihrer Bauleitplanung und im Baugenehmigungsverfahren.