SPD-Ratsfraktion: Bedarfsermittlung für Kita-Plätze muss neu diskutiert werden
Die SPD-Ratsfraktion Göttingen hat das Vorhaben der Verwaltung gelobt, nach fraktionsübergreifender Kritik an der Kita-Bedarfsplanung ihre Bedarfsermittlung endlich neu aufzustellen. Allerdings kritisiert die Fraktion dabei das Vorgehen der Stadt. So würde das fortwährende festhalten der Verwaltung an ihren Zahlen zu einer strukturellen sozialen Benachteiligung der westlichen Stadtteile bei der Kinderbetreuung führen, so die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Insa Wiethaup. Die SPD schlägt stattdessen vor, mit den anderen Fraktionen die Festlegung bestimmter sozialräumlich abgestimmter Betreuungsquoten zu diskutieren. An diesen sollten sich die städtischen Planungen dann orientieren. So könnte dann auch der Kitabau im Westen der Stadt vorangetrieben werden. Eine Gefahr, durch dieses Vorgehen punktuelle Überkapazitäten zu schaffen, kann die SPD angesichts des derzeitigen gravierenden Defizits an Betreuungsplätzen nicht erkennen.