WissenschaftlerInnen, Verbände und Vereine sprechen sich in offenem Brief gegen Dragoneranger-Pläne aus
Mit einem offenen Brief hat sich eine Gruppe von etwa 25 WissenschaftlerInnen sowie verschiedene Verbände und Vereine gegen die Bebauungspläne Am Dragoneranger ausgesprochen. Damit wollen sie auf die negativen Folgen für Klima, Mensch und Umwelt durch die geplante Vollversiegelung hinweisen. Das bisherige Vorhaben sei abzulehnen, weil der Boden als Ressource nicht vermehrbar sei und durch eine Bebauung die Böden ihre Funktionalität und Fruchtbarkeit verlören. Die fortschreitende Versiegelung führe dazu, dass die Nahrungsmittelproduktion in Deutschland auf immer kleinerem Raum stattfinden müsse und deswegen umso intensiver sei. Weiter leisteten intakte Böden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit Blick auf den Klimawandel müsse eine weitere Aufheizung des Stadtklimas vermieden werden. Intakte Böden trügen durch Verdunstung zur Abkühlung von Ortschaften bei und wirkten somit positiv auf das Kleinraumklima, so die WissenschaftlerInnen. Deswegen fordern die Unterzeichner des offenen Briefes die Stadtverwaltung zu einer umfassenden, sich an wissenschaftlichen Prinzipien und realen Daten orientierenden Neubewertung der im Jahr 2017 getroffenen Entscheidungen auf.