Internationales Forschungsteam: Künftige Pandemien durch wirksame Gesetzgebung im Wildtierhandel vermeiden
Ein internationales Forschungsteam mit Göttinger Beteiligung fordert wirksame Rechtsvorschriften für den Wildtierhandel, um künftig schwerwiegende Pandemien zu verhindern. Ihrer Studie zufolge brauche es dafür eine Regulierung. Außerdem sei es nötig, den Lebensraum der Wildtiere zu schützen und die Interaktion zwischen Mensch, Wild- und Nutztieren zu begrenzen. Die Forschenden verweisen dabei auf Krankheitserreger wie Ebola, Aids und SARS, die von Wild- und Nutztieren auf Menschen übergesprungen sind und somit enorme Gesundheits- und Wirtschaftsschäden verursacht haben. Dabei sehen die Studienautoren den Wildtierhandel und den geringer werdenden natürlichen Lebensraum als Hauptursachen. Trotzdem lehnen sie ein generelles Verbot von Wildtiermärkten ab. Diese Maßnahme hätte zu große negative Folgen auf bestimmte Bevölkerungsgruppen. Stattdessen schlägt das Autorenteam vor, dass Regierungen dabei helfen sollten, alternative Existenzmöglichkeiten zu entwickeln.