Lockdown wird verlängert - Ministerpräsident Weil rät von Ausflügen in den überlaufenen Harz ab
Aufgrund der anhaltend hohen Corona-Fallzahlen wird der Lockdown bis zum 31. Januar verlängert. Das gab gestern Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten bekannt. Ursprünglich hatte der Lockdown bis zum 10. Januar dauern sollen. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Maßnahmen werden nun auch die Kontaktbeschränkungen verschärft. Demnach darf nur noch maximal eine Person abseits des eigenen Hausstands getroffen werden. Ministerpräsident Stephan Weil zufolge sollte es sich dabei im Idealfall immer um dieselbe Person handeln. Die Beschränkung gilt dabei sowohl für den öffentlichen als auch den privaten Raum. Bei 7-Tage-Inzidenzen über 200 soll zudem gegebenenfalls der Bewegungsradius auf 15 Kilometer rund um den Wohnort eingeschränkt werden, teilte Weil mit. Ohne triftige Gründe wie Arztbesuche oder Arbeitswege darf dieser dann nicht verlassen werden. An den aktuellen Fallzahlen lasse sich derzeit noch nicht ablesen, wie die tatsächlichen Inzidenzen aussehen, da über die Feiertage weniger Menschen zum Arzt gegangen sind und weniger getestet wurde. Weil erklärte, dass sich das Land vorbehalte, tagestouristische Ausflüge zu verbieten, sollte die 7-Tage-Inzidenz über die 200er-Marke kommen. Er rief dazu auf, schon jetzt auf Ausflüge in den Harz zu verzichten. Dort war es in den vergangenen Tagen zu großen Menschenansammlungen gekommen. Mit dem verlängerten Lockdown halten außerdem auch die Einschränkungen in Schulen und Kindertagesstätten an. Hier soll allerdings rückwirkend das Kinderkrankengeld um zehn zusätzliche Tage pro Elternteil ausgeweitet werden, sollten die Kinder zuhause betreut werden müssen. Für Alleinerziehende soll es sich auf 20 Tage erhöhen.